Herbstübung der Feuerwehren Nieder- & Oberdresselndorf: Einsatz, Ehrungen und bewegende Abschiede
Dienstag, den 12.Oktober 2026
Bei der diesjährigen Herbstübung stellen die Feuerwehren Nieder- & Oberdresselndorf ihr Können unter Beweis. Neben der realistischen Einsatzübung standen am Abend Beförderungen, Ehrungen und die Verabschiedung zweier langjährigen Kameraden auf dem Programm.
Am vergangenen Samstag fand die Herbstübung der Feuerwehren Nieder- und Oberdresselndorf statt. Einheitsführer Stefan Löhl begrüßte dazu 68 Kameradinnen und Kameraden aus der aktiven Wehr sowie der Jugend- und Kinderfeuerwehr. Auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher hatten sich bereits am Gerätehaus eingefunden, um die Übung zu verfolgen.
Gasexplosion forderte Einsatzkräfte
Gegen 14 Uhr ertönte die Sirene in Niederdresselndorf. Für die Einsatzkräfte ging es zum Gelände der Firma Reisemobile Freund. Dort war es in einem Lager zu einer Gasexplosion gekommen. Mehrere spielende Kinder wurden dabei verletzt. In der Werkstatt hatte die Druckwelle zudem ein Fahrzeug von der Hebebühne gestoßen, unter dem eine Person eingeklemmt wurde.
Vor Ort galt es, die unterschiedlichen Einsatzlagen schnell und koordiniert abzuarbeiten. Die verletzten Personen wurden umgehend betreut und versorgt. Gleichzeitig bauten die Einsatzkräfte einen umfangreichen Löschangriff auf, um die angrenzenden Wohnhäuser vor einem möglichen Übergreifen des Feuers zu schützen. (Löschangriffe wurden aufgrund der Wasserknappheit nur angedeutet)
Eine besondere Herausforderung stellte die Befreiung der unter dem Fahrzeug eingeklemmten Person dar. Mithilfe von Hebekissen konnte das Fahrzeug angehoben und die Person schonend befreit werden.
Die Herbstübung bot den Einsatzkräften die Gelegenheit, das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten und die Abläufe bei einer komplexen Einsatzlage zu üben. Für die Zuschauer gab es dabei einen anschaulichen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr.
Im Anschluss an die Übung waren alle Gäste und Schaulustigen zu einem Imbiss ins Gerätehaus eingeladen. Dort bot sich Gelegenheit, die Eindrücke des Nachmittags in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr
Am Abend versammelten sich die Kameradinnen und Kameraden erneut im Gerätehaus. Einheitsführer Stefan Löhl begrüßte die Anwesenden und blickte auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Dabei bedankte er sich bei allen Mitgliedern für ihr Engagement, ihre Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit im Dienst an der Allgemeinheit.
Ein wichtiger Bestandteil des Abends waren Beförderungen und Ehrungen verdienter Mitglieder.
Lukas Harder wurde zu Feuerwehrmann befördert. Meike Löhl, Katrin Kring und Natalie Fuhrmann erhielten die Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau.
Jens Schumacher und Maximilian Kring erhielten das Feuerwehrehrenkreuz in Silber für 25 jährigen Dienst in der Feuerwehr.
Leistungsabzeichen für langjährige Teilnahme
Auch beim Leistungsnachweis des Kreis Siegen-Wittgenstein war die Einheit Niederdresselndorf wieder mit zwei Gruppen vertreten. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb erfordert Vorbereitung, Teamarbeit und die Bereitschaft, das eigene Können regelmäßig unter Beweis zu stellen.
Für ihre erste Teilnahme erhielten Lea Mönch, Vanessa Heidt und Sven Mönch das Leistungsabzeichen. Andreas Löhl wurde für seine 20.Teilnahme ausgezeichnet, Steffen Weiel sogar für seine 25. Teilnahme.
Bewegende Abschiede aus dem aktiven Dienst
Besonders emotional wurde es zum Abschluss des Abends, als Jürgen Schumacher und Volker Fuhrmann aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden.
Jürgen Schumacher war offiziell 18 Jahre im Löschzug aktiv. Wie Stefan Löhl hervorhob, beschreibt diese Zahl jedoch längst nicht sein gesamtes Engagement. Schon lange zuvor unterstützte Jürgen die Feuerwehr bei Baumaßnahmen, Festen und vielen weiteren Gelegenheiten. Als Kamerad und "Freund des Löschzuges" war er stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde.
Noch länger prägte Volker Fuhrmann die Arbeit in der Einheit: Er blickt auf 51 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst zurück. Mit seinem außergewöhnlichem Engagement hat er den Löschzug über Jahrzehnte entscheiden mit gestaltet und geprägt. Stefan machte deutlich, dass der Löschzug ohne Volker Fuhrmanns Einsatz und Verdienste nicht derselbe wäre.
Als Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für die vielen Jahre im Dienst der Feuerwehr erhielten beide ein Präsent vom Löschzug.